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Checkliste

17. September 2017

Die Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten erfolgreich gestalten

Sie planen, Menschen mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete zu beschäftigen oder tun dies bereits? Sie möchten wissen, was bei der interkulturellen Zusammenarbeit zu beachten ist? Die In Arbeit-Checkliste hilft Ihnen dabei, die Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten vorzubereiten und die Arbeit mit vielfältigen Teams erfolgreich zu gestalten. Was muss im Vorfeld beachtet werden? Wie gelingt die langfristige Integration in den Betrieb? Ob bei der Mitarbeitersuche, den ersten Wochen nach der Einstellung oder im Arbeitsalltag: Die Fragen helfen Ihnen, zielgerichtet Wissenslücken oder Nachhol- und Planungsbedarf festzustellen.

Weitere Hilfe bietet Ihnen das Informations- und Vernetzungsangebot unter inarbeit.inqa.de. Fragen Sie unsere Expertinnen und Experten und vernetzen Sie sich mit Unternehmen und Ansprechpartnern aus Ihrer Region.

Phase I: Rekrutierung / Mitarbeitersuche

  • Ich möchte eine/n Geflüchtete/n oder eine/n Migrantin/en einstellen. Kenne ich den zuständigen Integrations Point der Bundesagentur für Arbeit? Gibt es in meiner Nähe weitere Anlaufstellen, die mir bei der Kontaktaufnahme behilflich sein können?
  • Kenne ich andere Initiativen oder Vereine, die Geflüchtete gezielt vermitteln können?
  • Habe ich unseren Betriebsrat und/oder unsere Gewerkschaft mit in den Entscheidungsprozess einbezogen?
  • Gibt es Unternehmen in der Nähe, die in einer ähnlichen Situation sind und deren Erfahrungen mir weiterhelfen können?
  • Ich habe eine/n geeignete/n Bewerber/in gefunden. Wie ist sein/ihr Aufenthaltsstatus?
  • Können wir sicherstellen, dass wir ihn/sie auch längerfristig beschäftigen können?
  • Welche Beschäftigungsmodelle gibt es, die für uns in Frage kommen (z.B. Praktika, Einstiegsqualifizierung mit integriertem Sprachkurs, Ausbildung)?
  • Weiß ich, wie ich die Qualifikationen, die ein/e zukünftige/r Mitarbeiter/in im Ausland erworben hat, einschätzen soll? Weiß ich, welche Beratungs- und Unterstützungsangebote es hierfür gibt?
  • Hat der/die neue Mitarbeiter/in ausreichende Deutschkenntnisse oder können wir einen Sprach- oder Integrationskurs organisieren? Weiß ich, welche Anlaufstellen und Unterstützung es hierfür gibt?
  • Hat der/die neue Mitarbeiter/in bereits Kenntnisse über fachspezifische Begriffe?
  • Haben wir Möglichkeiten zur Übersetzung von wichtigen Vokabeln im Unternehmen? (Kollegen/innen mit entsprechenden Sprachkenntnissen, Übersetzungstools o.ä.)

Phase II: Ankommen / der erste Monat

  • Kenne ich die Geschichte meines/r neuen Mitarbeiters/in? Vielleicht ist diese wichtig, um seine/ihre Situation besser zu verstehen.
  • Habe ich den/die neue/n Kollegen/in gefragt, ob er/sie Unterstützung braucht außerhalb des beruflichen Alltags, beispielsweise bei bürokratischen Abläufen/beim Finden einer Wohnung/beim Erlernen der Sprache? Weiß ich, welche Anlaufstellen und Unterstützung es gibt?
  • Hat der/die neue Mitarbeiter/in einen Paten, ein festes Team oder eine/n direkte/n Ansprechpartner/in im Unternehmen?
  • Habe ich die Kollegen/innen, den Betriebsrat aber auch den/die neue/n Mitarbeiter/in auf die Zusammenarbeit vorbereitet? Benötige ich hierbei noch Unterstützung von außen?
  • Habe ich die Belegschaft und den/die neue/n Mitarbeiter/in gefragt, ob es bestimmte Wünsche, Vorstellungen oder Anforderungen gibt, wie das Unternehmen berücksichtigen muss?
  • Wenn ja, habe ich eine Lösung/Vorstellung/Antwort auf die Fragen etc. formuliert?
  • Weiß der/die neue Mitarbeiter/in über seine Rechte und Pflichten in unserem Betrieb Bescheid?
  • Wer klärt ihn/sie verständlich über die deutschen Arbeitnehmerrechte auf? Ist unser Betriebsrat und/oder unsere Gewerkschaft informiert und kann den/die neue Mitarbeiter/in hier unterstützen?
  • Wer klärt ihn/sie über Arbeitsschutz und medizinische Fragen auf? Können Betriebsrat und Gewerkschaften auch hier unterstützen?
  • Kenne ich eine/n weitere/n Ansprechpartner/in bei rechtlichen Fragen?
  • Kenne ich meine Rechte und Pflichten?

Phase III: Arbeiten / der Arbeitsalltag

  • Fügt sich der/die neue Mitarbeiter/in gut ins Unternehmen ein?
  • Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit (weiblichen/männlichen) Vorgesetzten?
  • Wie fühlen sich die Kollegen/innen mit der neuen Situation?
  • Möchten wir als Unternehmen oder der/die neue Mitarbeiter/in einen regelmäßigen Termin zur Besprechung seiner/ihrer aktuellen Situation im Unternehmen und als Bürger/in in Deutschland?
  • Wie können wir die Potenziale unserer/s neuen Kollegen/in langfristig fördern?
  • Bieten wir der/dem neue/n Mitarbeiter/in eine Möglichkeit, neue Ideen und Innovationen einzubringen?
  • Inwiefern kann unser/e neue/r Mitarbeiter/in uns dabei helfen, neue Lösungen zu entwickeln und neue Kundenkreise zu erschließen?
  • Gab es Vorfälle, die in den Bereich Diskriminierung fallen (sowohl unter Kollegen/innen als auch mit Kunden oder Dienstleistern)?
  • Haben wir die Situation nachhaltig gelöst? Wie können wir zukünftig so etwas vermeiden?
  • Können wir im Vorfeld Konfliktquellen erkennen und vermeiden?
  • Bietet unser Unternehmen regelmäßige Feedbackmöglichkeiten und Raum zur Reflektion?
  • Weiß ich, ob der/die neue Mitarbeiter/in eine besondere Behandlung bezüglich Religion oder Kultur erwartet? Wie könnten wir darauf reagieren?
  • Ist der/die neue Mitarbeiter/in gut integriert?
  • Gibt es unter den Kollegen/innen außerbetriebliche Veranstaltungen, bei denen der/die neue Mitarbeiter/in involviert ist?
  • Planen wir ein Sommerfest/Weihnachtsfest für die Mitarbeiter und möchte sich unser/e neue/r Mitarbeiter/in einbringen?
  • Können Kollegen/innen den/die neue/n Mitarbeiter/in zu Freizeit- oder Vereins-Aktivitäten außerhalb der Arbeit einladen?