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Fragen & Antworten

Die Herausforderungen, vor denen Betriebe im Alltag stehen, sind oft sehr spezifisch und bedürfen individueller Lösungsvorschläge. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht von Fragen, die Unternehmen uns bisher gestellt haben, sowie die Antworten, die unsere Experten und unser Redaktionsteam erarbeitet haben. Die Suchfunktion ermöglicht es Ihnen, die Themen und Fragen herauszufiltern, die für Sie relevant sind.

Sollten Sie in den bisherigen Einträgen keine Antwort auf Ihre konkrete Frage finden, können Sie uns hier Ihre Frage stellen und eine individuelle Antwort erhalten.

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    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Diversity Management
    • Datum 13.10.2016

    Sie sollten versuchen, in Ihrem Betrieb eine Kultur des gegenseitigen Respekts und der Wertschätzung zu etablieren. Die Beschäftigung oder Ausbildung von Geflüchteten sollte bei Arbeitstreffen und Besprechungen thematisiert und mit allen Beteiligten offen diskutiert werden.

    Hören die ausländerfeindlichen Bemerkungen danach nicht auf, sollte man die beleidigende(n) Person(en) zu einem Mitarbeitergespräch einladen und über ihr Verhalten sprechen.

    Ein Porträt der Expertin Svetlana Franken
    Frau Prof. Dr. Swetlana Franken

    Fachhochschule Bielefeld

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Sprache und Wissen
    • Datum 13.10.2016

    Behalten Sie bei der Erklärung im Hinterkopf, dass die Berufsausbildung in Deutschland eine besondere, in vielen Ländern absolut unbekannte ist – die duale Berufsausbildung. Erklären Sie, dass man dabei in einer Berufsschule die Theorie und in einem Unternehmen die praktische Arbeit lernt.

    Die duale Berufsausbildung dauert meistens zwischen zwei und dreieinhalb Jahre und hat zwei Phasen: Jede Woche finden an einem bis zwei Tagen oder als längere zusammenhängende Blöcke theoretische Phasen statt. An den anderen Tagen erlernt man die praktische Anwendung des Wissens in einem Unternehmen, indem man zum Beispiel an einer Maschine mitarbeitet. Diese Kombination aus Theorie und Praxis bereitet Auszubildende besonders gut auf das vor, was Firmen von ihnen erwarten: nicht nur Fachwissen, sondern auch praktische Erfahrung darin, dieses Wissen anzuwenden. Es gibt in Deutschland ca. 350 anerkannte Ausbildungsberufe.

    Ausführlichere Informationen finden Sie hier.

    Ein Porträt der Expertin Svetlana Franken
    Frau Prof. Dr. Swetlana Franken

    Fachhochschule Bielefeld

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Motivation
    • Datum 13.10.2016

    Selbstverständlich kann es zu Abweichungen kommen, da die Berufsbilder in verschiedenen Ländern unterschiedlich sind. Auch wegen unzureichender Sprachkenntnisse oder falscher Erwartungen der Geflüchteten kann es zu Missverständnissen kommen. Es ist daher wichtig, die Aufgaben mit den Geflüchteten ausführlich und intensiv zu besprechen und sie gegebenenfalls vorzuführen. Darüber hinaus sollten Zukunftsvorstellungen und Wünsche der Beschäftigten im Rahmen eines Potenzialgesprächs diskutiert werden. Das Ziel dabei ist, die vorhandenen Entwicklungspotenziale zu erkennen und realistisch einzuschätzen.

    Ein Porträt der Expertin Svetlana Franken
    Frau Prof. Dr. Swetlana Franken

    Fachhochschule Bielefeld

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Führung
    • Datum 13.10.2016

    Die Gleichstellung von Männern und Frauen gehört zu den wichtigsten Werten der deutschen Gesellschaft. Es ist notwendig, klar Position zu beziehen und mit den Auszubildenden über die Bedeutung der Gleichstellung zu sprechen. Suchen Sie immer wieder das Gespräch, gemeinsam mit den weiblichen Führungskräften, und machen Sie deutlich, nach welchen Werten die Zusammenarbeit erfolgen soll. Selbstverständlich sollten die Werte nicht nur angesprochen, sondern auch vorgelebt werden, damit sie überzeugend wirken.

    Ein Porträt der Expertin Svetlana Franken
    Frau Prof. Dr. Swetlana Franken

    Fachhochschule Bielefeld

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Rechtliches
    • Datum 13.10.2016

    Der im Ausland erworbene Berufsabschluss wird auf Antrag mit dem deutschen Berufsabschluss verglichen. Um den Antrag zu stellen, müssen sich Interessierte an die Stelle wenden, die für ihre Berufsgruppe zuständig ist. Informationen dazu gibt es unter www.anerkennung-in-deutschland.de oder bei dem Bundesamt für Migration (Hotline +49 30-1815-1111). Auch viele IHKs vor Ort bieten diese Beratung an.

    Nachdem die Unterlagen eingereicht wurden, wird geprüft, ob wesentliche Unterschiede zwischen dem im Ausland erworbenen Berufsabschluss und dem deutschen Berufsabschluss bestehen. Wenn das der Fall ist, wird geprüft, ob die Unterschiede durch andere Nachweise oder durch Berufserfahrung ausgeglichen werden können. Falls die Unterlagen für die Bewertung des Berufsabschlusses nicht ausreichen, kann auch eine Qualifikationsanalyse z.B. über Arbeitsproben oder Fachgespräche erfolgen. Das Verfahren dauert in der Regel ca. drei Monate.

    Ausführliche Informationen finden Sie im Flyer zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse unter www.bamf.de

    Auch das Förderprogramm IQ bietet deutschlandweit Beratung zum Thema Anerkennung und Qualifizierung an. Mehr Informationen: www.netzwerk-iq.de

    Ein Porträt der Expertin Svetlana Franken
    Frau Prof. Dr. Swetlana Franken

    Fachhochschule Bielefeld

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Rechtliches
    • Datum 13.10.2016

    Arbeitsrechtliche Aspekte sind: Wird nach einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss eine anschließende ausbildungsadäquate Beschäftigung aufgenommen, wird eine Duldung für zwei weitere Jahre erteilt (sog. "3+2-Regel"; vgl. § 18a Abs. 1a AufenthG). Wenn nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung eine Weiterbeschäftigung im Ausbildungsbetrieb nicht erfolgt, wird die Duldung für sechs Monate zum Zweck der Suche nach einer der erworbenen Qualifikation entsprechenden Beschäftigung verlängert.

    Darüber hinaus könnte Unterstützung im Arbeitsleben durch einen Mentor (eine Mentorin) oder Paten hilfreich sein, eventuell auch mit Migrationshintergrund. Das Erlernen oder Verbessern der deutschen Sprache ist i.d.R. auch notwendig. Die Einbindung in die Netzwerke wie z.B. Sportvereine wirkt sich ebenfalls positiv aus.

    Auch eine tatkräftige Unterstützung im Alltag - bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen, bei Bedarf bei der Suche nach Schule/Kindergarten für die Kinder etc. - darf nicht vernachlässigt werden und dient einer gelungenen Integration.

    Ein Porträt der Expertin Svetlana Franken
    Frau Prof. Dr. Swetlana Franken

    Fachhochschule Bielefeld

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Motivation
    • Datum 13.10.2016

    Aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten brauchen die Geflüchteten beim Anlernen mehr Zeit, was verständlich ist. Diese Tatsache sollte mit den Ausbildern im Voraus angesprochen und geklärt werden. Erfahrung zeigt, dass ältere Berufslehrer(innen) mehr Geduld und Verständnis haben als jüngere. Auch die Ausbilder mit Migrationshintergrund könnten eingesetzt werden, da sie selbst Erfahrungen mit solchen Situationen haben und deswegen i.d.R. Verständnis haben. Im Zweifelsfalle können sie zu Beginn in die Muttersprache der Geflüchteten wechseln, um etwas schneller zu erklären.

    Ein Porträt der Expertin Svetlana Franken
    Frau Prof. Dr. Swetlana Franken

    Fachhochschule Bielefeld

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Sprache und Wissen
    • Datum 13.10.2016

    Eine intensive Unterstützung im Arbeitsleben und bei außerbetrieblichen Aktivitäten ist sehr bedeutend.

    Am Arbeitsplatz ist ein Mentor oder Pate wichtig, der den Geflüchteten begleitet und bei Bedarf zur Seite steht. Es ist wichtig, den Geflüchteten nicht nur fachliche, sondern auch soziale Abläufe und Zusammenhänge im Betrieb zu erklären, Werte der Unternehmenskultur zu vermitteln und vorzuleben.

    Die Integration in soziales und kulturelles (Gemeinde)Leben durch die Aktivitäten wie Netzwerke, Vereine, Sport, gemeinsames Kochen/Essen, ein Fest der Kulturen etc. stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und beugen Ausgrenzung vor.

    Ein Porträt der Expertin Svetlana Franken
    Frau Prof. Dr. Swetlana Franken

    Fachhochschule Bielefeld

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Rechtliches
    • Datum 18.10.2016

    Für einfachere Fragen findet man mit einer Internetsuche mittlerweile gute Informationsmaterialien, die einen guten ersten Überblick bieten. Diese Informationen findet man zum Beispiel beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Bundesagentur für Arbeit, beim Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ) oder auch der Unternehmensinitiative Charta Der Vielfalt.

    Bei individuelleren Fragen gibt es mittlerweile auch zahlreiche Beratungsangebote vor Ort, die mit regionalen Informationen und persönlichen Beratungen weiterhelfen können. Dazu gehören zum Beispiel die Organisationen des ESF-Programms Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF), die IQ Landesnetzwerke oder der jeweilige Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit. Auch die IHKs und HWKs oder gewerkschaftliche Organisationen bieten vor Ort Ansprechpartner/innen in arbeitsrechtlichen Fragen. Nicht zuletzt sind zahlreiche ehrenamtliche Vereine gut in der Lage, individuelle Beratung zu liefern.

    Diese Anbieter bieten z.T. auch die Unterstützung bei Behördengängen an. Natürlich ist es gut, wenn auch jemand aus dem Betrieb direkt unterstützen kann. Allerdings schadet es nie, auf professionelle Unterstützung zu setzen.

    Ein Porträt des Experten Andreas Merx.
    Herr Andreas Merx

    IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Führung
    • Datum 18.10.2016

    Zunächst schlage ich vor, die Gründe für das Zuspätkommen zu erfragen – stand man im Stau oder mussten die kranken Kinder länger versorgt werden? Die Gründe können vielfältig sein. Nicht immer kann man davon ausgehen, dass kulturelle Auffassungen von "Zeit" der Ursprung sind. Sicherlich gibt es in anderen Ländern ein anderes, fließenderes und flexibleres Verständnis von Zeit. Schon in Südeuropa verhält es sich anders als in Deutschland. In Deutschland gehören diese Werte noch oft – wenn es auch hierzulande mittlerweile viele Unternehmen gibt, die hier umdenken - zu den "Kardinalstugenden", manchmal auch auf Kosten von Flexibilität und damit verbundenen Handlungsspielräumen.

    Wenn die betrieblichen Begebenheiten keine flexiblen Arbeitszeiten zulassen, gilt: Sprechen Sie ihre Mitarbeitenden offen und in einfacher Sprache an und erklären Sie, dass diese Regeln zur Pünktlichkeit für alle gelten. Wenn die Möglichkeit und die Nachfrage im Unternehmen gegeben sind, kann man auch über flexiblere Arbeitszeitmodelle nachdenken. Diese bringt auch Vorteile etwa bei der Betreuung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen, sodass alle Mitarbeitenden davon profitieren können.

    Ein Porträt des Experten Andreas Merx.
    Herr Andreas Merx

    IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Sprache und Wissen
    • Datum 18.10.2016

    Bei der Suche nach Sprachkursen vor Ort werden Sie bei vielen der oben genannten Anbietern, wie etwa den IQ Landesnetzwerken/IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch, dem Arbeitgeberservice der BA, den Kammern oder kommunalen Verwaltungsstellen fündig. Diese Stellen liefern einen Überblick zu den Angeboten vor Ort und helfen dabei, Fördermöglichkeiten und Förderansprüche festzustellen. Auch viele gemeinnützige, ehrenamtliche Vereine bieten Hilfen an.

    Neben externen Maßnahmen können Unternehmen auch selbst aktiv werden. Denn nicht alles, was in den eher allgemeinen Sprachkursen vermittelt wird, ist ausreichend für den branchenspezifischen Betriebsalltag. Glossare mit betriebseigenen Begriffen und Branchenbegriffen helfen dabei, die funktionalen "Arbeitsvokabeln" zu bündeln. Häufig hilft es, firmeneigene Begriffe für komplizierte Vorgänge oder Maschinen zu entwickeln. Zum Beispiel, indem man einfache symbolhafte Namen findet, wie zum Beispiel "Ameise" für einen spezifischen Rollwagen. Wenn Sie in einer vielsprachigen Umgebung arbeiten, nutzen Sie diese: Stellen Sie einem Marokkaner einen Französisch sprechenden Kollegen zur Seite, oder lassen Sie eine Türkin mit einer Syrerin zusammenarbeiten. Viele Syrer/innen haben lange Zeit in der Türkei gelebt und sprechen die Sprache einigermaßen gut. Durch die sprachlichen Hilfestellungen wird den "Neuen" der Start enorm erleichtert.

    Ein Porträt des Experten Andreas Merx.
    Herr Andreas Merx

    IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Gesundheit
    • Datum 18.10.2016

    Natürlich haben viele Migrant/innen und Geflüchtete schlimme und auch traumatisierende Dinge erlebt. Allerdings muss man sagen, dass wirklich schwer traumatisierte Personen bisher erst in Ausnahmefällen auf dem Arbeitsmarkt ankommen sind. Erstmal ist es eine große Leistung, trotz Traumatisierung, in Arbeit oder Ausbildung zu kommen. Wenn man das Gefühl hat, dass eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter sich öffnen möchte und von seinen oder ihren Erfahrungen berichtet, kann man mit Zuhören viel erreichen. Im zweiten Schritt kann man nachfragen, ob weitere Hilfe benötigt wird, um die Erfahrungen aufzuarbeiten und diese professionelle externe Hilfe vermitteln. Praktisch unterstützen kann man seine Beschäftigten, indem man sie für einige Stunden der Arbeitszeit freistellt, damit sie bspw. eine Traumatherapie besuchen können. Eine ähnliche Unterstützung bietet man schließlich auch anderen Kolleginnen und Kollegen an, die durch eine schwere Zeit, etwa durch Krankheiten oder familiäre Belastungen, gehen.

    Ein Porträt des Experten Andreas Merx.
    Herr Andreas Merx

    IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Diversity Management
    • Datum 18.10.2016

    Erst einmal ist es wichtig zu erkennen, dass nicht alle Syrer/innen religiös sind und die großen islamischen Feste und Feiertage feiern. Durch den offenen Dialog findet man hier sicherlich schnell heraus, welche Tage oder Anlässe für sie von Bedeutung sind. Wer sich vorab mit dem Thema beschäftigen möchte, erhält in interkulturellen oder Diversity-Kalendern wie etwa von der IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung wichtige Anhaltspunkte zu verschiedenen Feiertagen, nicht nur religiöser Natur. Wichtige Tage, wie der Ramadan oder andere Fastentage, sind wichtig zu kennen, da sie auch einen direkten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten haben können und in die Arbeitsorganisation eingeplant werden sollten.

    Bezüglich der Gepflogenheiten warne ich davor, bestimmte Verhaltensweisen nur einer Religion oder "Mentalität" zuzuschreiben. Mit diesen Vorurteilen und Zuschreibungen kommt man in der Realität nicht weit, da Menschen aus einem Land meist doch sehr unterschiedlich sind. Das ist ja in Deutschland genau so. Es gibt mittlerweile aber ganz gute Einführungen in die verschiedenen, weiter verbreiteten religiösen und lebensweltlichen Praktiken verschiedener Länder, mit denen man sich einen ersten Überblick verschaffen kann.

    Ein Porträt des Experten Andreas Merx.
    Herr Andreas Merx

    IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Diversity Management
    • Datum 18.10.2016

    Um Vorurteilen vorzubeugen, kann es helfen, die Belegschaft vorher zu informieren. Über Land und kulturellen Kontext, aus dem die neuen Beschäftigten stammen. Dabei sollte man jedoch sehr sensibel vorgehen und die Privatsphäre der neuen Beschäftigten schützen. Ich rate, aus den "Neuen" keinen großen Sonderfall zu machen. In der ersten Phase ist es dabei besonders wichtig, Orte der Begegnung zu schaffen. Denn die Integration und Kommunikation funktioniert am besten bei gemeinsamer Arbeit. Ein gemeinsames Ziel – sei es ein Produkt, eine Technik oder ein Projekt – schweißt zusammen und baut Berührungsängste ab, besonders, wenn die Zusammenarbeit erfolgreich ist. Den Neuankömmlingen Paten oder Lotsen zur Seite zu stellen, ist ebenfalls hilfreich. Generell sollte man alle Maßnahmen, die man bei der Einarbeitung von Mitarbeitenden einsetzt, auch bei Geflüchteten oder Menschen mit Migrationshintergrund einsetzen. Wenn die Ressourcen und Zeit vorhanden sind, können Interkulturelle oder Diversity-Trainings eine wertvolle Maßnahme sein.

    Ein Porträt des Experten Andreas Merx.
    Herr Andreas Merx

    IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Sprache und Wissen
    • Datum 18.10.2016

    Als guter Arbeitgeber sollte man generell in der Lage sein, auf individuelle Bedürfnisse der Beschäftigten einzugehen und Rücksicht auf die jeweilige Lebenssituation zu nehmen. Sicherlich ist bei der Beschäftigung von Geflüchteten besonderes Engagement vor allem am Anfang geboten. Dennoch muss den anderen Beschäftigten weiterhin klar sein, dass ja auch für sie, wenn möglich, immer individuelle Lösungen gesucht werden.

    Ein Porträt des Experten Andreas Merx.
    Herr Andreas Merx

    IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung

    • Name Redaktion In Arbeit
    • Funktion Redakteur/in
    • Kategorie Führung
    • Datum 18.10.2016

    So, wie man auf jeden neuen Mitarbeitenden zugeht, positiv und sachlich. Erklären Sie, welche Qualitäten die Person mitbringt und weshalb Sie sich für sie entschieden haben. Eine kleine Einführung über Herkunft und Hintergrund kann dabei sicherlich hilfreich sein. Gehen Sie dabei jedoch sensibel vor und achten Sie darauf, Klischees zu meiden.

    Ein Porträt des Experten Andreas Merx.
    Herr Andreas Merx

    IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung