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Diskriminierung am Arbeitsplatz

17. Dezember 2018

Frauen sitzen an einem Tisch und mit Dokumenten.

In Deutschland leben aktuell 19,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Davon sind laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit über 3,5 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Interkulturelle Vielfalt ist in Unternehmen angekommen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland beschäftigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Großunternehmen ohne zugewanderte Menschen sind inzwischen die große Ausnahme. Dabei gestalten Unternehmen die Arbeitsmarktintegration aktiv mit. 54 Prozent geben an, selbst Maßnahmen zur Integration ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund in das Unternehmen zu ergreifen. Aber nicht nur bei der Integration in den Betrieb spielen Unternehmen eine wichtige Rolle, sie nehmen auch eine zentrale Position bei der Stärkung von Demokratie ein. Diese Entwicklung ist umso wichtiger, wenn erstarkender Rechtspopulismus im Unternehmen sowie in unserer Gesellschaft spürbar wird.

Immer mehr Firmen positionieren sich gegen rechtes Gedankengut, erklären Vielfalt zum Unternehmensziel, setzen sich für eine offene, demokratische Gesellschaft ein und übernehmen entsprechend Verantwortung in ihrem Betrieb. Indem Mitarbeitende beispielsweise durch Trainings und Workshops zu Diskriminierung am Arbeitsplatz sensibilisiert werden, fördern Unternehmen eine vielfältige und offene Kultur innerhalb ihres Betriebs. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung für Chancengleichheit und Toleranz im Unternehmen.

In vielen Regionen nehmen Unternehmen bereits eine Rolle ein, die weit über die eines reinen Arbeitsgebers hinausgeht. Deshalb geht es zunehmend nicht nur darum, unternehmerische Verantwortung nach innen, also gegenüber den Mitarbeitenden, wahrzunehmen, sondern auch in die Gesellschaft hinein zu wirken Dabei kann das ständige Leben der Unternehmenswerte nach innen zu einem Umdenken der Mitarbeitenden führen, die diese Werte dann in die Welt außerhalb ihres Arbeitsplatzes, tragen. Deshalb wird mit Blick auf die Mitgestaltung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse zunehmend auch die Mitverantwortung von Unternehmen adressiert. Sie sind zentrale Akteure, wenn es um das Thema Diskriminierung am Arbeitsplatz geht und können, um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, einen Beitrag zur Demokratieförderung leisten.

In Arbeit widmet sich Themen rund um Integration und interkulturelle Zusammenarbeit im Betrieb. Dazu konnten wir mit der Diskriminierungsexpertin Frau Prof. Dr. Swetlana Franken über aktuelle Herausforderungen von Diskriminierung am Arbeitsplatz sprechen. Zusätzlich stellen wir für Unternehmen, Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Betroffene Praxistipps zur Verfügung, wie sie präventiv, aber auch im akuten Fall, gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz vorgehen können.