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"IQ Apotheker für die Zukunft" erhält Nationalen Integrationspreis 2019

14. November 2019

Ein effektiver Ansatz gegen den Fachkräftemangel: Bundekanzlerin Dr. Angela Merkel hat ein Projekt der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz und des IQ Projektträgers MIP - Medici in Posterum GmbH ausgezeichnet, das ausländischen Apotheker*innen den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht.

Gruppenfoto der Teilnehmer des Internationalen Integrationspreises mit Bundeskanzlerin Angela Merkel
Quelle:  BPA/Kugler

Ein Projekt aus dem IQ-Netzwerk (Förderprogramm "Integration durch Qualifikation"), das dringend gesuchte Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt qualifiziert, hat am Montag den Nationalen Integrationspreis 2019 erhalten: Mit "IQ Apotheker für die Zukunft" führt die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz, gemeinsam mit dem IQ Träger MIP - Medici in Posterum GmbH, ausländische Apotheker*innen zur deutschen Approbation. Eine unabhängige Jury wählte das Projekt aus 33 vorgeschlagenen Institutionen aus. Bundeskanzlerin Merkel gratulierte allen am Projekt Beteiligten: "Es zeigt, wie Integration gelingen kann. Es zeigt vor allem auch, wie wertvoll es ist, wenn Geflüchtete ihr Wissen und ihr Können bei uns anwenden können."

"IQ Apotheker für die Zukunft" hat sich als effektiver Ansatz erwiesen, um dringend gesuchte Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu qualifizieren: 56 ausländische Apotheker*innen haben seit 2017 an den sechsmonatigen Kursen teilgenommen, die sowohl Sprach- und Fachkenntnisse als auch Praxiserfahrung vermitteln. Davon sind 27 inzwischen approbiert. Jede*r Teilnehmer*in steht eine*n ehrenamtliche*n Tutor*in zur Seite, die/der mit Ratschlägen und Kontakten unterstützt. Ein Großteil der ehemaligen Kursteilnehmer arbeitet außerhalb der Großstädte und Ballungszentren im ländlichen Raum und sichert dort den langfristigen Bestand von Apotheken und die Patientenversorgung in strukturschwachen Regionen.

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" arbeitet seit 2005 an der Zielsetzung, die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Das in allen 16 Bundesländern mit etwa 380 Teilprojekten aktive Förderprogramm wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). 16 Landesnetzwerke setzen das Förderprogramm regional um. Das Förderprogramm IQ kooperiert beim Angebot In Arbeit außerdem in enger Abstimmung mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).

Das Bundeskabinett hat den nationalen Integrationspreis 2016 mit der Zielsetzung ins Leben gerufen, Preisträger auszuzeichnen, die als Vorbild für andere dienen, sich ebenfalls zu engagieren. Die Entscheidung für den Preisträger trifft eine unabhängige Jury. Das für drei Jahre von der Bundeskanzlerin berufene Gremium setzt sich zusammen aus der Berliner Integrationsforscherin Professorin Naika Foroutan, dem Fußballprofi Sami Khedira, dem Autor Ahmad Mansour, der langjährigen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth sowie dem ehemaligen Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit und ehemaligen Leiter des BAMF, Dr. Frank-Jürgen Weise, der zugleich Jury-Vorsitzender ist. Schwerpunkt des diesjährigen Preises ist "Mitgestalten" (2017: "Ankommen", 2018: "Wertevermittlung"). Nominiert wurde das Projekt "IQ – Apotheker für die Zukunft" vom Bundesverband der Freien Berufe als eine der 33 vorschlagsberechtigten Institutionen.