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Tipps für die Integration Geflüchteter

5. April 2018

Logo Thünen.

Für die Integration Geflüchteter in den eigenen Betrieb gibt es zahlreiche individuelle Lösungen und entsprechende Ratgeber. Denn so vielfältig das Thema ist, so unterschiedlich sind auch die Ansätze solcher Leitfäden. Der Ratgeber "Flüchtlinge einstellen" des Thünen-Instituts für Ländliche Räume, Wald und Fischerei wählt eine praxisbezogene Perspektive: Hier kommen Unternehmerinnen und Unternehmer selbst zu Wort.

"Von Unternehmer für Unternehmer"

Für den Ratgeber wurden unter dem Motto "Tipps von Unternehmern für Unternehmer" 21 kleine und mittelgroße Betriebe aus ganz Deutschland zu ihren Erfahrungen und Empfehlungen befragt.

Unter anderem berichteten die Unternehmerinnen und Unternehmer, dass sich für sie eine Einstellung einer oder eines Geflüchteten lohnt – auch wenn die Sprachkenntnisse zu Beginn nicht besonders gut waren. Alle 21 befragten Betriebe gaben an, dass der Fleiß, das Engagement und die Motivation der Geflüchteten ausschlaggebend für die Einstellung war. Die große Mehrheit der Befragten berichtete, dem Geflüchteten im eigenen Betrieb eine Perspektive bieten zu wollen.

Was muss vor einer Einstellung beachtet werden?

In sieben Kapiteln beantwortet der Ratgeber Fragestellungen zur Einstellung eines Geflüchteten. So empfiehlt er beispielsweise, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer zunächst überlegen sollten, welche Stelle sie dem Geflüchteten anbieten wollen – handelt es sich um eine Helfertätigkeit oder um eine Ausbildung? Zudem sollte die Geschäftsführung die Belegschaft im Vorfeld über die Einstellung eines Geflüchteten informieren und gemeinsam mit der Belegschaft festlegen, welche Kolleginnen und Kollegen oder Teams den Geflüchteten in der ersten Zeit im Betrieb zur Seite stehen können.

Sind diese Fragen geklärt, kann der nächste Schritte gegangen werden – das ist die Ansprache von ehrenamtlichen Helfern, Caritas- und Diakonieeinrichtungen, Willkommenslotsen und weiteren Akteuren, die bei der Vermittlung helfen können. Kommt es zum ersten Gespräch mit einem interessierten Geflüchteten, ist es ratsam, dass dieser gemeinsam mit einer Vertrauensperson, beispielsweise einem ehrenamtlichen Helfer, in den Betrieb kommt.

Eine zweite Heimat für den Geflüchteten

Auch die Kenntnis des Aufenthaltsstatus ist für die Unternehmen ein wichtiger Aspekt. Der Ratgeber des Thünen-Instituts zeigt, welche Unterschiede es zwischen Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsgestattung und Duldung gibt und welche Auswirkungen dies auf das Beschäftigungsverhältnis hat. Bilder informieren darüber, wo sich die Informationen auf den jeweiligen Ausweisdokumenten finden lassen.

Neben weiteren Tipps zum Start in das Beschäftigungsverhältnis zeigt der Leitfaden zudem auf, wie Geflüchtete bei der Wohnungssuche unterstützt werden können – und wie der neue Wohnort zur zweiten Heimat werden kann.

Den vollständigen Ratgeber finden Sie auf der Website des Thünen-Instituts.