Navigation und Service

Sie sind hier:

Studie des IW Köln: Migrantinnen und Migranten fest in Unternehmen integriert

15. Juni 2017

Logo des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Migrantinnen und Migranten sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt angekommen, interkulturelle Vielfalt wird in Unternehmen Normalität – zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer aktuellen Umfrage. Demnach beschäftigen mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Dazu zählen Personen, die im Ausland geboren wurden und/oder keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder von denen ein Elternteil mindestens einer diese Bedingnugen erfüllt.

Von den Großunternehmen beschäftigen 92 Prozent Migrantinnen und Migranten, gefolgt von mittleren Betrieben mit 81 Prozent sowie kleinen Unternehmen mit 55 Prozent. In den letzten fünf Jahren hat zudem jeder zweite Betrieb Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationsgeschichte eingestellt. Aufholen müssen die Unternehmen hingegen bei der Integration von Migrantinnen: Bisher haben nur knapp 40 Prozent Frauen angestellt, so das IW Köln.

Die Betriebe wurden zudem befragt, wo sie Herausforderungen bei der Einstellung sehen. An erster Stelle wurden sprachliche Defizite genannt, gefolgt von einer unsicheren Bleibeperspektive sowie unzureichenden Informationen über die Qualifikationen der Bewerber. Kulturelle Unterschiede hingegen sehe die überweigende Mehrheit der befragten Unternehmen nicht als Hürde für die Beschäftigung.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund bietet mehr als die Hälfte der Betriebe in Deutschland Integrationsmaßnahmen an. Dazu zählen beispielsweise Diversity-Richtlinien, Sprachförderungen sowie berufliche Anpassungs- und Weiterbildungsangebote.

Ausführliche Informationen zur Studie finden Sie auf der Website des Institut der deutschen Wirtschaft Köln.