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#angekommen: Unternehmensbesuch im Rahmen des Integrationskongresses der Friedrich-Ebert-Stiftung

21. März 2017

Der Integrationskongress der Friedrich-Ebert-Stiftung beschäftigte sich auch mit Fragen der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. In Arbeit begleitete einen Unternehmensbesuch bei einem Berliner Pflegeunternehmen.

Teilnehmer eines Wettlaufs.

Der Integrationskongress der Friedrich-Ebert-Stiftung öffnete das Forum für den internationalen Austausch. Zu Gast waren zahlreiche Teilnehmende aus den europäischen Nachbarländern. Neben Fragen der internationalen Migrationspolitik, stand der Austausch zu Integrationserfahrungen in allen Lebensbereichen auf der Agenda. Nach viel Theorie in zahlreichen Foren, verschaffte sich eine Delegation aus Osteuropa Einblick in die Praxis und besuchte das Berliner Pflegeunternehmen mevanta. Hier absolviert Zymer H. seine Ausbildung zur Pflegefachkraft. Seine Geschichte erzählte der 39-jährige Familienvater selbst: Ich habe in Deutschland Asyl beantragt und wusste schnell, dass ich in der Altenpflege arbeiten möchte.

Der Spracherwerb von Geflüchteten gehörte zu den am meisten diskutierten Themen während des Kongresses. Und auch beim Unternehmensbesuch wurde deutlich, dass staatlich geförderte Sprachkurse nicht das Wissen abdecken können, welches für den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung nötig ist. Gerade bei der Arbeit mit älteren Menschen ist der Austausch und somit die Sprache besonders wichtig, sagte Julia Bischoff, die Prokuristin des Pflegeunternehmens. Deshalb fördert das Unternehmen gezielt den Austausch der Beschäftigten untereinander und bietet die Möglichkeit, an Intensivsprachkursen teilzunehmen.

In einer angeregten Diskussion mit den europäischen Gästen kamen verschiedene Themen zur Sprache, die die Geschäftsleitung umtreiben: Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern zu beschäftigen – auch weil wir hier in Berlin nicht genügend inländische Fachkräfte finden, erklärte Geschäftsführer Tobias Pumb. Auf die Frage, wie die älteren Kundinnen und Kunden des Unternehmens auf die ausländischen Beschäftigten reagierten, antwortete der Geschäftsführer: Viel wichtiger als die Herkunft ist die Sympathie. Nichtdestotrotz haben wir manchmal mit Vorurteilen zu kämpfen. Aber oft wächst das Vertrauen schneller als man denkt.

Weitere Informationen rund um den Integrationskongress