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Erfolgsfaktor Verantwortung: Bundesregierung verleiht CSR-Preis in Berlin

30. Januar 2017

Die Gewinner des CSR-Preises in der Sonderkategorie "Betriebliche Integration von geflüchteten Menschen“
Die Gewinner des CSR-Preises in der Sonderkategorie "Betriebliche Integration von geflüchteten Menschen“ Quelle:  Tom Maelsa / BMAS

Moderne Technik, hohe Qualitätsstandards und eine einzigartige Spezialisierung bilden drei wichtige Säulen des Erfolges am Wirtschaftsstandort Deutschland. Doch Produktivität und fachliche Expertise sind nicht alles. Gute Arbeits- und Produktionsbedingungen sind ebenfalls ein wichtiger sozialer Wettbewerbsfaktor – und damit ein Kernanliegen des Bundesarbeitsministeriums und der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

Um Unternehmen für ihr nachhaltiges Engagement zu würdigen, fand gestern am 24.01.2017 die Verleihung des CSR-Preises der Bundesregierung statt. Der zum dritten Mal verliehene Preis ging in diesem Jahr an die Grohe AG, die Rapunzel Naturkost GmbH und die Gundlach Bau- und Immobilien GmbH & CO. KG.

In der Sonderkategorie „Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles gratulierte als Schirmherrin allen Preisträgern:

Andrea Nahles:

Nicht nur innerhalb der deutschen Werkstore, sondern überall auf der Welt müssen Menschenrechte und vereinbarte Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards gelten. Die Preisträger haben gezeigt, dass es möglich ist, soziale Verantwortung und unternehmerischen Erfolg zu verbinden. Sie haben sich getraut, in die Zukunft zu schauen und für ihre Beschäftigten, für die Menschen, die in anderen Ländern für sie arbeiten, für die Umwelt und für ihre Kunden Verantwortung zu übernehmen. Dafür gebührt ihnen unser Dank und unsere Anerkennung.

Schwerpunktthema: Integration von Geflüchteten und nachhaltige Lieferketten

Der Preisverleihung voraus ging der CSR-Praxistag für kleine und mittlere Unternehmen. Politik. Im Rahmen eines Vortragsprogramms tauschten sich ca. 200 Unternehmerinnen und Unternehmer zu Herausforderungen und Chancen einer verantwortungsvoll handelnden Arbeitswelt aus. Thematische Schwerpunkte der dort vorgestellten Praxisbeispiele waren verantwortungsvollen Lieferkettenmanagement und die Integration von Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt, in deren Zusammenhang sich auch das INQA-Angebot In Arbeit vor Ort präsentierte.

Der CSR-Sonderpreis "Betriebliche Integration von geflüchteten Menschen" ging in diesem Jahr sechs Unternehmen, die stellvertretend für viele andere engagierte Unternehmen stehen. Ausgezeichnet wurden

  • Die Bayerische Blumenzentrale (Vaterstetten/Parsdorf),
  • die boeba Montagen- und Aluminium-Bau GmbH (Berlin),
  • die ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG (Senden),
  • der Milchviehbetrieb Wolters/Bauernkäserei Wolters GmbH (Uckerland),
  • die mevanta Pflegegesellschaft mbH (Berlin) und
  • die Schmauder & Rau GmbH (Kirchheim/Teck)

Über Praktika, Ausbildungsplätze und Festanstellungen bieten sie Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, Perspektiven und gesellschaftlichen Anschluss. Über die reine Beschäftigung hinaus helfen engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den geflüchteten Menschen, die Sprache zu erlernen, unsere Kultur besser zu verstehen und sich auch in einem fremden Land aufgehoben zu fühlen. Damit zeigen die Unternehmen vorbildhaft, wie Engagement Vorurteile abbauen, Menschen begeistern und eine Gesellschaft bereichern kann.